Pm Trac III

Mit der Präsentation des Pm Trac im September 2004 auf dem ZLF in München setzte  Pfanzelt neue Maßstäbe bei der Konzeption von Systemschleppern. Neun Jahre  später wurde mit der Vorstellung des Pm Trac 2380, dem ersten Modell der dritten Generation, ein komplett neues Fahrzeug vorgestellt.

Systemschlepper Pm Trac III

Der Pfanzelt Systemschlepper Pm Trac III ist dank seines einzigartigen Fahrzeugkonzeptes optimiert für den kombinierten Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Landschaftspflege. Mit der neuen Generation wurde nun ein komplett eigenes Fahrzeugchassis entwickelt, dessen wesentliche Bauteile aber auf bewährten Großserienteilen beruhen. Zum Kern des Pm Trac Maschinenkonzeptes gehören der zentrale Aufbauraum über der Hinterachsmitte und die schnelle und flexible Anpassung an verschiedene Arbeitsbedingungen.

 

Pm Forsttrac

Der Pfanzelt Forsttrac 2380 ist ein Sondermodell des Systemschleppers Pm Trac und dank seines Fahrzeugkonzeptes optimiert für schwerste Arbeitseinsätze mit Seilwinde und Rückezange im Forst. Eine neue Fahrzeugaufteilung mit Frontwinde garantiert dabei eine optimale Gewichtsverteilung und hohen Bodenschutz.

Die Schubrohr-Vorderachse mit hydraulischer Federung und automatischer Verblockung bietet bei der Kranarbeit eine neue Dimension der Standsicherheit.

 

Pm Trac III 8-Rad

Der Pfanzelt 8x8 Rückezug besteht aus einem Systemschlepper und einem Rückeanhänger. Diese Kombination ist einem konventionellen
Rückezug ebenbürtig, und bietet darüber hinaus noch eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten. Die Einheit ist KWF geprüft und als 8-Rad-Maschine zugelassen.

Einsatzgebiete

Lang- und Kurzholzrücken

Für den Einsatz beim Lang- und Kurzholzrücken wird der Heckaufbauraum, der direkt über der Hinterachse angeordnet ist, für den Aufbau der Seilwinde und des Forstkranes genutzt. Je nach Einsatzgebiet kann so schwerpunktgünstig ein Rückekran oder ein Ladekran aufgebaut werden.

Ein Ladekran mit hoher Säule eignet sich für den Betrieb mit einem Rückeanhänger. Sowohl die unterschiedlichen Krantypen als auch die Forstseilwinden können über die Pfanzelt-System-Aufnahme
schnell und einfach demontiert werden.

Kommunal

Dank des Heckaufbauraumes mit Heckkraftheber können auch andere Arbeitsgeräte wie Mähausleger kombiniert mit einem zusätzlichen Randstreifenmäher oder  Flächenmulchgerät gefahren werden. Die Pfanzelt-System-Aufnahme dient beim Pm Trac als Tragrahmen. Die extremen Kräfte beim Einsatz mit schweren Rückekranen oder Mähauslegern werden über den Tragrahmen aufgenommen und kontrolliert abgeführt.

Vielseitigkeit im Forst

Im Forst überzeugt der Pm Trac nicht nur im klassischen Rückeeinsatz. Neben dem Einsatz mit einem Forstmulcher zur Flächenkultivierung kann der Pm Trac auch im Einsatz mit einem Pfanzelt Energieholzfällgreifer seine Stärken voll ausspielen. Beim Einsatz mit einem Fällaggregat oder einem Mulchkopf am Forstkran, der eine höhere Hydraulikleistung benötigt, kann statt der Seilwinde im Heck eine Zusatzhydraulik verbaut werden.

Auch der Einsatz mit einem Häcksler zählt zum Leistungsspektrum des Pm Trac. Kombiniert werden können neben Häckslern mit eigenem Motor auch von der Schlepperzapfwelle angetriebene Häcksler. Die Heckzapfwelle des Pm Trac ist auch mit aufgebautem Kran und Seilwinde immer noch zugänglich.

Landwirtschaft

Sobald die forstwirtschaftlichen Arbeitsgeräte abgebaut sind, kann der Schlepper ohne zusätzliche Umbaumaßnahmen für landwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden, da sowohl am Heckkraftheber als auch an anderen relevanten Bauteilen keine Modifikationen für den Forstbetrieb vorgenommen werden.

Neben dem Heck- und Frontanbauraum gehören auch Frontladerkonsolen zum Konzept des Systemschleppers. Für den kommunalen Einsatz kann statt einer Fronthydraulik auch eine kommunale Kuppelplatte installiert werden.

Mehr Details zum Pm Trac III

Das Chassis

Der Pm Trac II wurde auf dem Fahrzeugchassis eines Schlepperherstellers aufgebaut. Dieses war allerdings konzipiert für den landwirtschaftlichen Einsatz und musste folglich für den Einsatz im forstlichen Arbeitsbereich umgebaut werden. Mit der neuen Baureihe des Pm Trac III wurde nun ein komplett eigenes Fahrzeugchassis entwickelt. Dies beginnt mit dem speziell für forstliche Einsätze ausgelegten Fahrzeugrahmen. Auch die neue Vorderachse, die als Schubrohrachse mit hydraulischer Federung und automatischer Verblockung ausgebildet ist, wurde ein Bauteil des neuen Chassis. Sobald der Pm Trac steht wird die hydraulische
Federung automatisch verblockt. Das Fahrzeug erreicht nun eine Standfestigkeit,
wie dies vorher nur bei Forstspezialschleppern möglich war.

Der laufruhige und durchzugsstarke 6-Zylinder-DEUTZ Motor der Pm Trac Modelle 2380 4f sowie 2385 4f sorgt mit 133 oder 174 kW für höchste Leistungsanforderungen und ein  Minimum an Kraftstoff- und Gesamtbetriebskosten.

Forstschutz

Das Pfanzelt-Fortschutz-Konzept des Pm Trac umfasst neben Astabweisern für Kabine, Dach und Motorhaube auch einen kompletten Schutz für das Chassis.

 

Pfanzelt-System-Aufnahme (PSA)

Durch die veränderte Kabinenposition in die Mitte des Fahrzeuges können über die Pfanzelt-System-Aufnahme (PSA) Zusatzgeräte im Heckaufbauraum platziert werden, der sich direkt über der Hinterachse befindet.

Über ein spezielles  Schnellwechselsystem können die Arbeitsgeräte werkzeuglos  innerhalb kürzester Zeit gewechselt werden. Die Montage bzw. Demontage von Kran und Seilwinde nimmt so weniger als 20 Minuten in Anspruch.

 

Straßenfahrten

Eine straßentaugliche Getriebetechnik und eine serienmäßige Straßenzulassung mit 50 km/h ermöglichen dem Bediener Einsatzorte schnell und ohne zusätzliche  Transporttechnik anzufahren bzw. zu wechseln. Auch in Kombination mit einem Rückeanhänger bzw. einem Anhängerhacker kann das Fahrzeug auf öffentlichen Straßen gefahren werden.

Die für die Straßenfahrt notwendige Beleuchtungseinrichtung und die Kotflügel können für den Forstbetrieb leicht und schnell umgerüstet werden. Die vier Kotflügel, die über ein Stecksystem aufgebaut sind, werden dabei vom Fahrzeug abgebaut. Die Seitenblinker und die Frontbeleuchtung werden hinter schützenden Einrichtungen verdeckt.

 

XXL-Kabine

Die von Pfanzelt entwickelte und pneumatisch gefederte Kabine ermöglicht ein ruhiges und schwingungsarmes Arbeiten.

Mit über 7 m2 Glasfläche wurde die Sicht auf das Arbeitsumfeld weiter vergrößert. Der Fahrer kann seinen Arbeitsbereich noch besser einsehen, was diesen entlastet und die Arbeitssicherheit erhöht. Eine entspannte und ergonomische Sitz- und Arbeitsposition findet der Fahrer auf dem nun um 350° elektrisch drehbaren Bedienerstand. Die intelligente Maschinensteuerung – Pfanzelt XXL-Kabine
die über einen Touchscreenmonitor am Sitz bedient wird - erlaubt dabei auch
Voreinstellungen für unterschiedliche Fahrer abzuspeichern.

Die Pfanzelt XXL-Kabine wurde speziell für die Ansprüche unserer Kunden kreiert - wenig  Schwingungen beim Arbeiten im Bestand und trotzdem höchster  Fahrkomfort bei 50 km/h auf der Straße.

 

Alle Bedien- und Überwachungsfunktionen sind am Sitz montiert und dadurch immer im gleichen Blickfeld des Bedieners platziert.

Ein zusätzliches Bedienterminal für die Straßenfahrt ist neben dem Lenkrad angeordnet. Optimal im Blickwinkel des Fahrer werden dort alle wichtigen  Parameter angezeigt.


Einzigartig in der Forstbranche und essentiell für den Einsatz im kommunalen
Bereich ist die Möglichkeit optional einen Beifahrersitz in der Kabine zu installieren.


Bei Arbeiten im Wald wird die Lenksäule einfach und schnell zur Seite geklappt.

 

Servicefreundlichkeit

Ein durchdachtes Servicekonzept fängt bei Pfanzelt bei der leichten Zugänglichkeit zur Reinigung der Kühler und des Motorraumes an. Für eine optimale Zugänglichkeit des restlichen Aggregateraumes kann die Kabine des Fahrzeugs aufgekippt werden. Ein Abbau von Ladekran und Seilwinde, der in wenigen Minuten erfolgt, gibt den letzten Teil des Chassis frei.

Über eine Seilwinde kann die Bodenplatte des Schleppers zusätzlich geöffnet werden. Ein ergonomisches und sicheres Arbeiten ist somit mit nur einer Person möglich.

 

Stauraum

Platz für Motorsäge, Kraftstoffkanister und weiteres nützliches Zubehör findet sich praktisch und aufgeräumt in einer großen Werkzeugbox unter dem Einstieg in die Fahrzeugkabine.

 

Technische Daten Pm Trac

 Pm Trac/ Forsttrac 2380 4fPm Trac/ Forsttrac 2385 4f
Motor

Deutz TCD 6.1 L6 Agri

Leistung  (bei 2.100 min-1 nach ISO14396)133 kW174 kW
Drehmoment818 Nm bei 1.500 min-1

1.027 Nm bei 1.500 min-1

Zylinderzahl/ Hubraum6/ 6,1 l
Kühlung

wassergekühlt/ Turbolader/ Ladeluftkühlung

Abgasnachbehandlung

SCR Technik mit AdBlue-Einspritzung, Rußpartikelfilter

Tankinhalt

145 l (optionaler Zusatztank mit 120 l)

Getriebe

145 l (optionaler Zusatztank mit 120 l)

Spezifikationen

leistungsverzweigtes, stufenloses Wendegetriebe mit Tempomatfunktion für Vor- und Rückwärtsfahrt, Motor-Getriebemanagement, 3 Fahrbereiche, vorwählbare Fahrtgeschwindigkeit 0-50 km/h, Wendeschaltung (Vor-/Rückwärts), aktive Stillstandsregelung (Parksperre)

Vorderachse

Hydropneumatisch gefederte Schubrohrachse mit automatischer Niveauregelung
(Achse bei Kranbetrieb/ im Stand automatisch verblockt)

Allrad

Komfort Allrad- und Differentialsperrenmanagement

Lenkung

Hydrostatische Lenkung, Lenksäule im Arbeitseinsatz wegklappbar, einschl. Joystick-Lenkung über Steuergerät

Bremsen

Hydraulische Servo-Lamellenbremsen im Ölbad, Lamellenbremsen an der Hinterachse, Federspeicherfeststellbremse, 2-Leiter-Druckluftbremsanlage

Zapfwelle

4-fach Motorzapfwelle 540, 540E, 1000, 1000E U/min mit Zapfwellenmanagement

Hydraulik

Druck- & Volumengesteuerte Axialkolbenpumpe in Load-sensing Ausführung

Fördermenge/ Arbeitsdruck

140 l/min / 210 bar

Optionale Zusatzpumpe

120 l/min / 210 bar

Steuerventile

Elektrisch proportional gesteuerte Ventile, mengen- und zeitverstellbar über Display

Elektronik

CAN-BUS-System: Zentrale Steuerung und Überwachung von Motor, Getriebe, Zusatzsteuergeräte, Bedienterminal mit Touchscreen am Bedienstand

Frontkraftheber

max. Hubkraft 35 kN, doppelwirkend 

Heckkraftheber

max. Hubkraft 82 kN, betätigt über Steuerventil EW mit Schwimmstellung, umschaltbar auf doppelwirkend zum Heben und Drücken, einstellbare Unterlenker-Stabilisatoren

Frontlader

Flanschstellen am integrierten Tragrahmen zur Montage von Frontladerkonsolen

Heckaufbauraum

Pfanzelt-System-Aufnahme (PSA), Fahrzeugtragrahmen zur Stabilisierung der Blockbauweise mit Hakenaufnahme

Kabine

Großvolumige, luftgefederte Kabine mit Rundumsicht (über 7 m2 Fensterfläche), zwei großflächige Dachfenster hinten und vorne, Sicherheitskabine nach ISO-Normen (ROPS)

Luftgefederter Drehsitz mit Sitzheizung

elektromotorisch um 350° drehbar

Belüftung

Heizung mit 3-Stufen-Gebläse, Klimaautomatik

Feuerlöscher

Beleuchtung

12 Arbeitsscheinwerfer im Kabinendach integriert

Zusätzliche Serienausstattung

Kotflügel abnehmbar, Staukasten mit integrierter pneumatisch gesteuerter Trittstufe

Leergewicht/ zGG

ausstattungsabhängig / 14 t

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